| Annotation |
Etwas umständlich erzählter Roman über Beziehungs- und Familienstrukturen, der sich zu einem spannenden Krimi entwickelt. (DR) Die beruflich erfolgreiche und privat ungebundene Endzwanzigerin Bridget wohnt mit Diana zusammen, die eine eher mühsame Beziehung führt und v. a. von einem dringenden Kinderwunsch beseelt ist; vorübergehend und eher widerstrebend nehmen die beiden Norah bei sich auf, die aus Verzweiflung und Hilflosigkeit einen verbissen karrierebedachten, tyrannischen Ehemann sowie einen außergewöhnlich begabten, psychisch jedoch schwer kranken Sohn hinter sich gelassen hat. Norahs leidvolle Geschichte dominiert die Handlung und wird alles Weitere in Bewegung setzen. - Sehr breit und weit ausholend präsentiert die Autorin ihre Protagnistinnen, mühsam verhüllt sie, um noch umständlicher zu enthüllen und Zusammenhänge herzustellen. Ihre Menschen bleiben seltsam schablonenhaft, es sind Typen, die ein wenig hölzern und platitüdenhaft zueinander in Beziehung gesetzt werden. Die Sprache wirkt sperrig, fast antiquiert, der mitunter unnötig umständliche Satzbau und so mancher Übersetzungsschnitzer machen ein wenig ungehalten. Doch trotz einiger inhaltlicher Ungereimtheiten und Widersprüchlichkeiten (die ihr scheints in ihrem eigenen Enthusiasmus unterlaufen), gelingt der Autorin letztendlich eine spannende Kriminalhandlung, die durchaus in ihren Bann zu ziehen vermag. - Breit einsetzbar. *bn* Elisabeth Wildberger |