Nicht so das Bilderbuchmädchen

Ofner, Agnes, 2019
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Stadtbücherei Korneuburg
Verfügbar Ja (1) Titel ist in dieser Bibliothek verfügbar
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Medienart Buch
ISBN 978-3-7026-5937-0
Verfasser Ofner, Agnes Wikipedia
Systematik JU - Jugendbücher ab 10 Jahren
Schlagworte Pubertät, Verlieben, Geschlechterrolle, Identitätsfindung
Verlag Jungbrunnen
Ort Wien
Jahr 2019
Umfang 177 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Agnes Ofner
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Josef Mitschan;
Zwei Jugendliche unterhalten sich per handgeschriebener Zettel und helfen sich über die Unsicherheiten der Pubertät hinweg, zu denen besonders die Körperidentität gehört. (ab 12) (JE)
Zara hat eine Mutter, die manchmal miese Tage hat und sich dann Walgesänge anhört. Selber ist sie in der Pubertät und möchte Josef als Freund gewinnen. Gut, dass sie eine beste Freundin hat, ein grünes Buch und ein eigenes Zimmer. Von dort aus kann sie in die Wohnung von vis-á-vis sehen und beschließt, das Mädchen aufzumuntern, das dort dauernd weint, wenn es in seinem Zimmer allein ist. Mit beschriebenen Zetteln am Fenster beginnt eine Konversation von Wohnhaus zu Wohnhaus. Sam, das Gegenüber von Zara, blockt viel ab, beteiligt sich dann doch am gegenseitigen Trost-und-Rat-Spenden. Der Text wechselt passagenweise zwischen der Sicht der beiden Jugendlichen hin und her, ähnelt einem Social Media-Chat. Es gibt einen hohen Dialog-Anteil, viel inneren Monolog in altersadäquat schmissiger Sprache, aber die Texte sind keine Ich-Erzählung. Dadurch wird die Gleichwertigkeit beider Hauptfiguren betont, auch wenn Sam bis ganz zum Schluss ein Geheimnis hüten kann und Zaras Alltag viel deutlicher als Handlungsstrang herausgearbeitet ist.
Agnes Ofner gelingt es sehr gut, die Lebens- und Gedankenwelt junger Teenager darzustellen und zum Thema Geschlechteridentität eine tiefgehende Geschichte zu erzählen, die Spannung aufbaut und am Ende mit einer echten Überraschung auftrumpft. Die Autorin hat auch die Cover-Illustration beigesteuert, die mit subtilem Witz auf die Zettel-Kommunikation der Jugendlichen Bezug nimmt und die Klischeefarben Rosa und Babyblau einsetzt. Der Klappentext verrät nicht zuviel, wirkt dadurch aber viel langweiliger als das Buch in Wahrheit ist. Somit bedarf das beeindruckende Literaturdebüt "Nicht so das Bilderbuchmädchen" gekonnter Empfehlung für die Zielgruppe der 12- bis 14-Jährigen.
Bemerkung Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Exemplare
Ex.nr. Standort
4851 JU, Ofn

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