Mein drittes Leben : Roman

Krien, Daniela, 2024
Stadtbücherei Korneuburg
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Medienart Buch
ISBN 978-3-257-07305-8
Verfasser Krien, Daniela Wikipedia
Systematik DR - Belletristik
Schlagworte Verlust, Unfall, Trauer, Alltag, Therapie, Trauerarbeit, Bewältigung, Gartenarbeit, Mitgefühl, Trauma, Bestsellerautorin, Bestseller-Autorin, Schicksalsschlag, Schuldgefühle, Tod eines Familienmitglieds, großer Verlust, Fehler mit Folgen, Selbsttherapie, Verlust eines Kindes
Verlag Diogenes
Ort Zürich
Jahr 2024
Umfang 293 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Daniela Krien
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Sabine Krutter;
Wenn die Trauer übermächtig wird und einsam macht. Alles wird anders, aber trotzdem nicht sinnlos. (DR)
Linda und Richard erleben den Albtraum aller Eltern: Ihre Tochter Sonja stirbt mit 17 Jahren bei einem Verkehrsunfall. Lindas Trauer um ihr einziges leibliches Kind löst eine Kettenreaktion aus. Alles scheint sich in Luft aufzulösen ihre eigene Gesundheit, das familiäre und berufliche Umfeld, der Freundeskreis, ihre Ehe. Das ehemals bunte und sorglose Leben der erfolgreichen Kunstkuratorin in Leipzig ist nun so farblos und eintönig wie das Dorf, in dem sie sich als Mieterin um Haus, Garten, Hühner und die alte Hündin einer mittlerweile verstorbenen Bekannten kümmert. Linda zweifelt an allem, hadert mit allem, schleppt sich mit niemals endender körperlicher Arbeit durch die Tage und mithilfe von Medikamenten durch die Nächte. Sollte ihr Tablettencocktail sie eines Tages nicht mehr aufwachen lassen, wäre ihr das nur recht. Ihre Kontakte schränkt sie auf ein Minimum ein einzig mit der pragmatischen Natascha, die um ein würdiges Leben ihrer behinderten Tochter kämpft, lässt sie eine vorsichtige Freundschaft zu. Das Gefühl kompletter Entwurzelung, das sie erstmals als uneheliches Schlüsselkind verspürt hat, scheint Linda auch im selbst gewählten Niemandsland zu verfolgen: »Das Leben ist eine Folge von Abschieden.« (S. 160)
In ihrem eigenen Tempo, für ihr Umfeld unfassbar langsam, macht sich Linda bereit für kleine Lichtblicke und neue Herausforderungen. Das Werden und Vergehen im Garten, mit einfachem Zulassen oder mühevoller Arbeit, dient dabei als Symbol für Veränderungen. Die Autorin erzählt aus der Ich-Perspektive, schonungslos realistisch, unsentimental und mit psychologischer Treffsicherheit. Ein Roman von beeindruckender Intensität und zugleich ein unaufdringliches Plädoyer für mehr Nachsicht mit trauernden Menschen.
Bemerkung Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Exemplare
Ex.nr. Standort
3036 DR, Kri

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