Leuchtfeuer : Roman

Shapiro, Dani, 2024
Stadtbücherei Korneuburg
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Medienart Buch
ISBN 978-3-446-27935-3
Verfasser Shapiro, Dani Wikipedia
Beteiligte Personen Wasel, Ulrike Wikipedia
Beteiligte Personen Timmermann, Klaus Wikipedia
Systematik DR - Belletristik
Schlagworte Familie, Geheimnis, Nacht, Schicksal, Sommer, Vergangenheit, schlechtes Gewissen, 80er Jahre, Zerreißprobe, Konsequenzen, Trunkenheit am Steuer, Konsequenzen des Handelns, Leichen im Keller
Verlag hanserblau
Ort München
Jahr 2024
Umfang 287 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Dani Shapiro ; aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Sabine Krutter;
Geheimnisse machen krank, nagen an Körper und Seele ein Roman über Varianten von Rückzug, Verschwinden und Flucht. (DR)
Es braucht dramatische Ereignisse und viel Zeit, bis sich der elfjährige Waldo endlich seinem Dad offenbaren kann. Denn Shenkman, vom Leben und von seiner eigenen Mittelmäßigkeit enttäuscht, kommt mit seinem unerkannt hochbegabten Sohn einfach nicht zurecht. Während sich der Vater an der Rudermaschine und die Mutter mit Alkohol betäubt, flüchtet sich Waldo Nacht für Nacht in die Betrachtung und Erforschung des Sternenhimmels. Dass Sterne in der Dunkelheit wie tröstliche Leuchtfeuer wirken können, davon überzeugt Waldo seinen alten Nachbarn Ben, der seine letzte Nacht zuhause verbringt, bevor er zu seiner dementen Ehefrau Mimi ins Pflegeheim übersiedeln soll.
Ein unausgesprochenes Geheimnis verbindet den pensionierten Arzt mit seinen erwachsenen Kindern Sarah und Theo: Vor Jahrzehnten hat sich ihr Leben gravierend geändert nach außen kaum sichtbar, aber vor allem nach innen und mit unumkehrbaren Folgen.
Der anschaulich erzählte Roman überzeugt mit vielen nachvollziehbaren Szenen. Wie sich die Autorin in die einzelnen Figuren versetzt (Theo, der seine innere Leere mit Essen füllt, Sarah, die ebenfalls mit diversen zwanghaften Verhaltensweisen zu kämpfen hat; der völlig überforderte Shenkman bei der Hausgeburt seines Sohnes) und wie sie die Atmosphäre in der Zeit der Pandemie einfangen kann, ist wirklich lesenswert. Waldos sensible Ader hätten die Leser*innen aber auch ohne die esoterisch anmutende Szene unter der alten Eiche bemerkt, als er sich durch »hauchzarte Fäden« mit dem »Energiefeld« eines ihm unbekannten toten Mädchens verbunden fühlt. (S. 256)
Auffällig sind außerdem traditionelle Stereotype (der Arzt Ben ist nicht nur erfolgreich und zugleich einfühlsam, sondern selbstverständlich auch mit einer bildschönen Frau verheiratet) und die nicht lineare Konstruktion im aktuellen Storytelling offenbar die scheinbare Garantie für nicht langweiliges Erzählen, wie die Autorin in ihrem Dank am Ende des Buches freimütig eingesteht.
Romane über Familiengeheimnisse werden gern gelesen, dieser kann trotz kleinerer Abstriche guten Gewissens empfohlen werden.
Bemerkung Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Exemplare
Ex.nr. Standort
3951 DR, Sha

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