Lichtungen

Wolff, Iris, 2024
Stadtbücherei Korneuburg
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Medienart Buch
ISBN 978-3-608-98770-6
Verfasser Wolff, Iris Wikipedia
Systematik DR - Belletristik
Schlagworte Kindheitserinnerungen, Liebe, Chemie, Freundschaft, Emigration, Beziehung, Nostalgie, Zwischenmenschliche Beziehung, Vergangenheit, Rumänien, Treue, Herkunft, Kindheit, Migration, Zärtlichkeit, Verbindung, Prägung, Gemeinsame Kindheit
Verlag Klett-Cotta
Ort Stuttgart
Jahr 2024
Umfang 255 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Iris Wolff
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Monika Roth;
Eine berührende Liebesgeschichte und gleichzeitig eine Einführung in die jüngere Zeitgeschichte Rumäniens. (DR)
Iris Wolff, im siebenbürgischen Hermannstadt/Sibiu geborene deutsche Schriftstellerin, legt mit diesem in poetischer Sprache verfassten Roman nicht nur eine berührende Liebesgeschichte vor, sondern bietet im Rahmen der Erzählung auch Einblicke in die multikulturell geprägte Geschichte Rumäniens und der Siebenbürger Sachsen. Der Roman ist quasi auf den Kopf gestellt und erzählt von der Gegenwart zur Vergangenheit in den ausgehenden 90er-Jahren. Lev, der im Gegensatz zu vielen anderen seiner Generation immer noch im heimatlichen Dorf im Maramuresch lebt und im dortigen, inzwischen privatisierten Sägewerk arbeitet, erhält von seiner Jugendfreundin Kato, die schon seit Jahren in Westeuropa als Straßenmalerin herumtingelt, eine selbstgezeichnete Postkarte mit dem einzigen Satz »Wann kommst Du?«. Die Reise in die Schweiz wird zu einer Reise in die gemeinsame Vergangenheit, die in neun Kapiteln immer weiter in die gemeinsame Jugend zurückreicht bis zu einer frühen Kindheitserinnerung Levs an den verstorbenen Vater. Ein traumatisches Erlebnis des zwölfjährigen Lev, das ihn monatelang gelähmt ans Krankenbett fesselte, ist der Auslöser der Freundschaft mit der in der Klasse mit Misstrauen gestraften, künstlerisch begabten Kato, die von der Lehrerin mit seiner Nachhilfe beauftragt wird.
Ein Roman, der in den Kindheits- und Jugenderinnerungen der beiden die jüngere Zeitgeschichte Rumäniens widerspiegelt, von der Monarchie, der verdrängten Nazizeit und dem Kommunismus bis zur Wende der Ostöffnung, stets auf dem Hintergrund der verschiedenen Kulturen und Konfessionen Rumäniens. Dies zeigt sich exemplarisch auf biographischer Ebene anhand des Protagonisten Lev mit seiner Mutter, die protestantische Siebenbürger-Sächsin ist, dem in Schäßburg heimischen Großvater, der noch in der österreichischen Monarchie geboren wurde, der Bunica, seiner rumänischen angeheirateten Oma, die ihn zum orthodoxen Gottesdienst mitnimmt, und seinem besten Freund und Vorgesetzten, dem ungarischen Imre, der vier Sprachen fließend spricht. Gleichzeitig legt Wolff die berührende Geschichte einer tiefen Freundschaft vor, die in der über den Roman hinausreichenden Zukunft die Hoffnung auf die Erfüllung einer langjährigen Liebe bereithält.
Ein Roman, der dazu anregt, mindestens zweimal gelesen zu werden: Zunächst, wie von der Autorin in einem Kunstgriff vorgegeben, von der Roman-Gegenwart (Kapitel 9 ab Seite 9) in die Vergangenheit zurück (Kapitel 1 ab Seite 249), also von vorn nach hinten, und dann von hinten nach vorn. Sehr zu empfehlen.
Bemerkung Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Exemplare
Ex.nr. Standort
6222 DR, Wol

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